Auf die Bahn ist einfach Verlass. Selbst wenn sie pünktlich in Leipzig ankommt, muss das noch lange nicht heißen, dass sie auch pünktlich wieder abfährt. Und so kam es. Christoph und ich waren freudig erregt, als unser ICE pünktlich einfuhr. Kaum am Platz fiel uns die rote Markierung der Abfahrtszeit ins Auge: 20:17 Uhr statt 19:37 Uhr. Was war da denn los? Ganz einfach, uns fehlte ein Führer, der Triebfahrzeugführer:
Darauf erstmal ein alkoholfreies Bier:
Verlässlich unpünktlich fuhren wir 20:20 Uhr dann doch noch los. Die Fahrt war lang und langweilig. Mit 65 Minuten Verspätung und einem Gewitterguss auf dem Weg zum Hotel, war der Tag gelaufen. Aber es sollte besser werden…
Da ich Christoph online nicht einchecken konnte mussten wir am nächsten Morgen etwas früher los und bei der netten Delta-Mitarbeiterin persönlich vorsprechen. Ohne großes Warten und Diskutieren erhielten wir unsere Boarding-Pässe und wurden das Gepäck los. Doch ein Blick auf Christophs Bordkarte ließ uns erstarren. Die magischen vier Buchstaben „SSSS“ für „Secondary Security Screening Selection“ fanden sich darauf. Dabei handelt es sich um eine besondere Maßnahme zur Luftsicherheit, die in den USA von einigen Fluggesellschaften angewandt wird. Die betreffenden Passagiere werden vor dem Einsteigen einer besonders ausführlichen Sicherheitskontrolle einschließlich sorgfältiger Durchsuchung des Handgepäcks unterzogen. Will heißen: Hose runter, Bücken und Hoffen, dass es nicht allzu weh tut. Glücklicherweise hatte Christoph am morgen im Hotel einen frischen Schlüpfer angezogen, so dass die Kontrolle kurz und schmerzlos absolviert werden konnte. Dann gings los:
Der Flug war lang aber unspektakulär. Die Hauptmahlzeit war gut, die Flugbegleiterinnen hätten etwas netter und jünger sein dürfen. Das wir nicht mit der Deutschen Bahn geflogen sind, kamen wir sogar 30 Minuten eher in Detroit an. Es folgte eine unkomplizierte Einreise, bei der Christoph mit der netten Beamtin noch einen Plausch zu seiner beruflichen Laufbahn gehalten hat und schwupps ging es weiter nach Las Vegas. Natürlich durfte das obligatorische Begrüßungs-Root-Beer nicht fehlen:
Auch beim Inlandsflug von Detroit nach Las Vegas hatte Delta der DB etwas
voraus: Ankunft 17:42 Uhr
statt 18:06 Uhr.
Leider war der zeitliche Vorteil schnell dahin, da ich bei Alamo den wohl langsamsten Mitarbeiter der Welt erwischt und fast eine Stunde für die Mietwagenabholung gebraucht habe. Dafür durften wir uns dieses Schätzchen in unserem Kreis begrüßen:
Danach ging es zu Walmart und ab ins Hotel. Es sollte etwas Einfaches für eine Nacht sein. Das war es dann auch. Ich hatte noch Popcorn-Reste der Vorgänger im Bett und im Bad fanden wir schwarze Haare mit einer Länge von 50 Zentimetern und einem Durchmesser von fast einem Millimeter. Die Bilder dazu überlasse ich eurer Fantasie. Der Claim der Hotelkette ist "Live Like Home". Wenn man daheim so leben muss, dann Prost Mahlzeit...
Gute Nacht und bis morgen.











