Das Wichtigste zum Beginn: Wir sind heil zu Hause angekommen. Die Rückreise war lang, stressig und überraschend. Aber alles der Reihe nach...
Unser Tag startete mit einem Besuch im Outlet Center, um uns die Zeit bis zum Rückflug um 19:20 Uhr zu vertreiben. Schon bei der letzten Reise hatten wir festgestellt, dass Shopping nicht mehr so lohnenswert ist. Der schlechte Dollarkurs tut sein Übriges. Dennoch standen Schuhe auf dem Einkaufszettel. Wir sind beide fündig geworden. Hier meine Errungenschaft:
Da wir schnell keinen Bock mehr hatten, fuhren wir bereits gegen 13:00 Uhr zum Flughafen. Die Rückgabe unseres treuen Begleiters ging schnell und problemlos, so dass wir fünf Stunden vor Abflug schon da waren. Da Flüge erst vier Stunden vor geplanter Abreise abgefertigt werden, hatten wir ordentlich zeit tot zu schlagen. Danach ging alles recht reibungslos, so dass wir drei Stunden am Gate zu warten hatten. Bei einem Flugzeug mit 516 Passagieren war dort schon recht viel los.
Hab Ihr euch nicht auch schon einmal gefragt, warum kurz vor dem Boarding ständig Leute namentlich aufgerufen und zum Gate bestellt werden? Wir haben es jedenfalls. Und 45 Minuten vor Abflug waren wir an der Reihe. Wir wurden ausgerufen. Mit einer gehörigen Portion Angst davor, dass der Flug überbucht ist und wir nicht mitgenommen werden, gingen wir zur netten Dame am Air France Schalter. Die teilte uns mit, dass eine Familie unsere ursprünglichen Plätze benötigen würde und wir daher umgesetzt werden müssen. Erst waren wir etwas verärgert, doch dann fiel das Code-Wort, dass die Stimmung hebt: "Upgrade". Wir erhielten den Skypriority-Status und durften aus der Holzklasse in die Premium-Economy auf das Upper-Deck umziehen. In normalen Flugzeugen heisst das im Idealfall nur, dass man an den Notausgängen sitzt, doch nicht im A380-800! Dort sieht die Premium Economy aus, wie die Business Class in der B767. Das hieß für uns: mehr Beinfreiheit, mehr Enternainment, eine eigene Speisekarte, alle Getränke (sogar Schampus) kostenlos, Reiseutensilien, Daunenkissen, schalldämmende Kopfhörer u.v.m.:
Hätten wir das bezahlen müssen, wäre der Rückflug doppelt so teuer gewesen, wie unsere gesamten Flogkosten in Höhe von 430 EUR.
Mit über einer Stunde Verspätung ging es dann los Richtung Paris. Das machte uns etwas unruhig, da unsere Umsteigezeit nur 1:25 h betrug. Und tatsächlich wurde es knapp. Wir verließen das Flugzeug gegen 9:10 Uhr. Es folgte ein Sprinnt zum Security-Check (warum auch immer, wir waren ja schließlich gerade ausgestiegen), danach zur Pass-Kontrolle, in den Temrinal Bus. Nach 20 Minuten Fahrt kamen wir 10 Minuten vor Abflug völlig fertig am Gate an. Geschafft! Unser Gepäck war langsamer. Es blieb in Paris. Das erleichterte unsere Rückreise erheblich. Danach folgen noch eine Bahnfahrt mit 45 Minuten Verspätung. Aber was solls, wir haben es überstanden.
Eine kleine Zusammenfassung möchte ich dennoch geben:
Die Route
3.300 km durch New York, New Jersey, Pennsylvania, Maryland, D.C., Vermont, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island und Conneticut. Viele fotografische Perlen auch ohne jeden Nationalpark.
Das Auto
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Alamo/International gemacht. Alle waren sehr freundlich, wollten uns keine Zusatzleistungen aufschwartzen und das Auto war sehr sparsam. 6,6 Liter pro 100 km bei einem Bezinpreis von 0,49 EUR pro Liter.
Die Hotels
Die Ersparnis in den Spritkosten haben wir bei den Unterkünften draufgezahlt. Im Gegensatz zum mittleren Westen oder Südosten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eher ungünstig. Selbst mit Coupons, die wir nicht überall einsetzen konnten, war es recht teuer.
Die Leute
Sehr viele fremdstämmige Menschen (vor allem Chinesen, Inder, Pakistani), mit denen eine Verständigung schwieriger ist. Die meisten waren jedoch sehr offen und freundlich. Kultur und Bildung sind jedoch, wie bei nahezu allen Amerikanern, eher rudimentär spürbar. Flaggen und Nationalstolz (vor allem wegen des Orlando-Attentats und des bevorstehenden Nationalfeiertags) waren allgegenwärtig.
Das Wetter
Wir hatten wieder unheimliches Glück. Mit Ausnahme eines Regentages hatten wir immer Sonnenschein zwischen 20 und 30 Grad Celsius.
Vielen Dank fürs Mitlesen! Es hat uns viel Spaß gemacht.
Und hier noch ein paar abschließende Worte von Heiko:
Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Zeit und auch die Ruhe gefunden
habe, ein paar abschließende Zeilen zu unserem Urlaub zu schreiben.
Jetzt, da uns nun schon der Alltag wieder zwei Wochen verschlungen hat,
werden einem erst einmal die vielen neu gewonnenen Eindrücke so richtig
bewußt. Auch und gerade jetzt wo es vorbei ist, denn vor Ort ist es mir
leider nicht gelungen die Arbeit auszublenden.
Ziemlich dumm von mir, denn letztendlich hätten die Sorgen auch die zwei
Wochen warten können, es hätte nichts geändert, auch hätte ich mit
meiner doch recht angekratzten Stimmung meinen Bruder diese zwei Wochen
nicht so vermiest.Tut mir wirklich leid und ich hoffe wir machen so etwas noch einmal, dann unter einem besseren Stern.
Lieber Daniel, vielen Dank, daß Du mir diese in allen Belangen perfekte
Reise ermöglicht hast. Die hierbei entstandenen Fotos sprechen Bände,
ich weiß nicht, wie oft ich sie mir schon angesehen habe. Viele meiner
Gäste standen auch schon wie gebannt vor der neuen Kneipendeko. Ich
selbst gehe jeden Tag in der Kneipe an den Fotos vorbei und freue mich
darüber.
Danke auch dafür, daß ich so viel übers Fotografieren von Dir lernen
konnte, Du mir eine Menge erklärt und gezeigt hast. Hoffentlich merke
ich mir alles, wenigstens so lange bis wir mal wieder Fotos machen
gehen.
Dann Tschüß lieber Blog, vielleicht bis in zwei Jahren: "aus dem schönen weißen Süden..."
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