Dienstag, 2. Juni 2026

01.06.2026 - Auf Tour mit Steve

Es gibt Ziele im Südwesten der USA, die sind mit „normalen“ Mitteln relativ schwer zu erreichen. Einige haben die treuen Leser dieses Blogs bereits kennen gelernt, z.B. den Secret Spire, den Moonscape Overlook oder White Pocket. Zwar verfügen wir mit unserem Rubicon über das Beste, was man sich für schlechte Straßenverhältnisse wünschen kann, allerdings ist das mit der Versicherung so ein Thema und ich habe auch ein bisschen die Hose voll, wenn es um Hardcore-Offroad-Erlebnisse geht. Aber dafür gibt es professionelle Tour-Guides. Die sind meist furchtlos und sehr unterhaltsam. Aber fangen wir von vorn an... 

Unser erstes Tagesziel sollten die Kanab Sandcaves sein. Diese künstlich angelegten Höhlen, die 18 Meter oberhalb der Straße in eine Felswand geschlagen wurden. Sie sind über eine kurze Wanderung mit einem recht anspruchsvollen Anstieg zu erreichen. Aber einfach kann ja jeder, außerdem steht das „G“ in Christoph für „Gefahr“. Also ging es los:






Dann mussten wir uns sputen. Für 11:00 Uhr hatten wir uns in eine geführte Tour eingebucht. Umso größer war die Überraschung, als unser Tourguide Steve uns mitteilte, dass wir die einzigen Teilnehmer der Tour sind. Umso besser, denn wir hassen schließlich fremde Menschen. Hier isser, unser Guide:

Es ging pünktlich los in Richtung unseres ersten Ziels, dem Peek-a-Boo Slot Canyon. Die Anfahrt war schon spannend. Nach 9 Meilen auf befestigter Strecke verließen wir die Zivilisation und bogen auf eine Piste ein, die mit überdimensionierten Warnschildern ausgestattet war, auf denen für alle klar lesbar zu erkennen war, dass man wirklich nur mit einem geländegängigen Fahrzeug weiterkommt. Und das sollte sich bestätigen. Die Strecke war eng, tief sandig und ordentlich verwirrend. Steve, der seit 30 Jahren Tour-Guide ist, hatte damit natürlich kein Problem. Er fuhr uns mit lockeren Geschichten auf den Lippen und einen strammen Dialekt sicher durch die Pampa. Nach guten 3 Meilen des ordentlich durchgeschüttelt Werdens, waren wir endlich an der ersten Station angekommen:





 Danach ging für weitere 10 Meilen auf die Piste zur Great Camber. Hierbei handelt es sich um eine 60 Meter hohe, durch Winderosion erstandene Alkove mit einer gigantischen Sanddüne in der Mitte. Die Wanderung dorthin war mit 0,5 Meilen kurz uns schmerzhaft: 

Auf dem Rückweg zeigte uns Steve noch weitere kleine landschaftliche Besonderheiten, wie z.B. den Belly Of The Dragon, ein künstlicher Tunnel im Sandstein:



Nach fast sechs Stunden waren wir mit der Tour und unserer Kraft am Ende, so dass nur noch ein Burger bei Wendys und das Hotelbett auf uns wartete...

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