So langsam ist die Schonzeit vorbei. Wir sind schließlich nicht zum Spaß, sondern für Unternehmungen hier. Daher stand der Tag unter dem Motto: „Sechs auf einen Streich“. Hier geht es nicht um Grimms Märchen, sondern sechs POIs.
Los ging es wieder recht früh (7:30 Uhr) von Kanab in Richtung Page. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Abstecher zum Catstair Canyon (1), einer kleinen Schlucht direkt an der US-89, in der auf unkonventionelle Art einige Autos geparkt wurden. Die Besitzer waren nicht zu sehen, also deckten wir uns mit einigen Ersatzteilen ein: „Besser haben als brauchen“:
Weiter hing es zu den Toadstool Hoodoos (2), einer Laune der Natur. Hoodoos sind typischerweise hohe, schlanke Felsnadel, die durch Erosion entstanden ist. Sie bestehen typischerweise aus relativ weichem Gestein, das von einer härteren, weniger leicht erodierbaren Schicht gekrönt wird, welche die Säule vor den Elementen schützt. Und die Landschaft drumherum war auch relativ fotogen:
Nach einiger Zeit des Wanderns in der prallen Sonne machen sich seltsame körperliche Erscheinungen bemerkbar. Man sieht in jedem Stein irgendwie etwas Lebendes…
Nach einer kühlen Dose Dr. Pepper ging die wilde Fahrt weiter zum Lone Rock Beach (3). Ursprünglich hatten wir geplant, genau dort zu baden. Jedoch ist der Wasserstand des Lake Powels dieses Jahr derart niedrig, dass der Stein komplett auf dem trockenen sitzt:
Eigentlich sollte es so aussehen:
Nach einem Offroad-Abenteuer durch tiefen Sand haben wir doch noch etwas Wasser zur Abkühlung gefunden. Die Bilder hiervon können wir leider nicht veröffentlichen, da wir sonst befürchten müssen, von Groupie-Anfragen auf Grund unserer gestählten Körper überrannt zu werden.
Ein Abstecher zum Wahweap Overlook (4) durfte natürlich nicht fehlen, da wir eh in der Nähe waren.
Danach folgte ein Besuch am Wappengeber der Stadt Page, dem Horseshoe Bend (5), einem hufeisenförmigem Talmäander des Colorado River. Noch bis 2019 war es ein Geheimtipp unter Touristen und kostenlos zu besichtigen. Mittlerweile besuchen jährlich rund 2 Millionen Menschen diesen Ort, so dass die Stadt Page selbigen als Einnahmequelle erschlossen hat und 10 Dollar pro PKW verlangt. Trotz des installierten Geländers gibt es weiterhin lebensmüde Touristen (vornehmlich Asiaten), die auf den Steinen am Abgrund herumklettern:
Danach ging es noch kurz ein Eis kaufen und danach ab ins Hotel. Der Tag hat seine Opfer gefordert und wir mussten etwas regenerieren. Auch die Auswahl der Eissorte erfordert in den USA erhöhte Aufmerksamkeit. Fast wäre diese Sorte bei uns im Warenkorb gelandet:
Nach einem leckeren Abendessen mit Boneless Wings aus dem örtlichen Supermarkt ging es dann in die Heia.
Wer bis jetzt aufmerksam mitgelesen hat wird sich Fragen: War nicht von 6 POIs die Rede? Ja, genau! Um die sechse voll zu machen klingelte der Wecker um 0:30 Uhr. Auf Grund des klaren Himmels wollten wir uns an der Astrofotografie versuchen. Leider war der Mond derart hell, dass die Milchstraße nur schwer abzubilden war. Dennoch wollen wir Euch die Fotos nicht vorenthalten:
Nach zwei Stunden ging es dann wieder zurück und in die wohlverdiente Nachtruhe.



















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