Samstag, 17. Juni 2023

1. Tag: Eine Anreise, weit weg jedlicher Normalität

Hallo liebe Gemeinde, Heiko und ich melden nuns nach fast genau vier Jahren zurück. Wir sind wieder in den USA, um ein paar Abentuer zu erleben, schlechtes Essen zu genießen und ein paar Fotos zu machen. 

Für Heiko sollte es am Donnerstag um 20:30  Uhr in Chemnitz los gehen. Aber wer uns schon länger verfolgt wird wissen, dass eigentlich immer etwas nicht funktioniert. So auch diesmal. Am Bahnhof angekommen stellte sich die Lage wie folgt dar:

Also ab ins Auto und nach Leipzig. Zwischenzeilich habe ich mir die weitern Verbindungen angeschaut und festgestellt, dass auch der Rest verspätet ist. Letztlich war auch unsere Verbindung in Halle bereits 80 Minuten verspätet, so dass wir niicht weiter zum Flughafen BER gekommen wären. 

Aber zum Glück ist auf die Bahn Verlass. Wir haben einfach einen um 120 Minuten verspäteten ICE ab Leipzig genommen. Der war letztlich dann nur 30 Minuten später, als ursprünglich geplant in Berlin. 

 

Gegen 2:00 Uhr standen wir nun vor dem BER. Eigentlich ganz schön. Problem war nur: wir hatten jetzt noch vier Stunden Zeit totzuschlagen und wer denkt, dass ein Flughafen genügend Sitzmöglichkeiten hat, nur weil er modern ist, sah sich getäuscht. Pro Check-In standen nur rund zehn Sitzplätze zur Verfügung, die alle belegt waren. Der Wikinger behalf sich anders:


Ich habe keine Sekunde geschlafen. Was man am Foto nicht erkennen kann, dass die halbe Abflughalle hören konnte, wie gut der Schlaf war...

Heiko und ich hatten gewettet, wer von uns in die spezielle Sprengstoffkontrolle muss. Wir wurden nicht enttäuscht und mussten beide ran. Meine Schuhe wurden dabei besonders intensiv kontrolliert, wieso auch immer. Der Flug nach Amsterdam verlief ohne Höhepunkte. Da der Pilot noch einen kleinen Rundflug über die Statdt gemacht hat, kamen wir leicht verspätet an. Kein Problem, da uns Delta zischenzeitlich darüber in Kenntnis gesetzt hat, dass unser Anschluss auch rund 30 Minuten später abfliegen wird. Doch da hatten wir uns geirrt. 

Genau das, was am Vortag der Bahn passierte, geschah auch hier. Einzelne Verspätungen lösten eine Kettenreaktion aus, die totales Chaos verursachten. Wir wechselten drei Mal das Gate und hatten letztlich 120 Minuten Verspätung. Auch hier hatten wir offensichtlich wieder das Interesse der Sicherheitsbehörden geweckt und wurden recht verhalten freundlich zum Quick Security Check gebeten. Leider war der Name nicht wirklich Programm: Heiko war relativ schnell durch. Einmal die Fotoausrüstung abstreichen und gut. Ich dagegen hatte eine sehr unmotivierte aber genaue Dame. Neben den Abstrichen von meinen Händen und der Kleidung folgte der Bauch, natürlich die Schuhe (innen und außen) und die Füße. Ein bisschen Enttäuschung sah man ihr schon an, als das Testgerät die Meldung "No Allert" auswarf. Aber es gab ja noch mehr. Es folgten Handy, Notebook, Tablet, mein Reisekisssen, meine Jacke und sämtliche Reisedokumente. Auch hier wieder "No Allert". Nun war der Ehrgeiz geweckt und meine gesamte Fotoausrüstung musste ran. Alles (!) ausgepackt und abgestrichen. Wieder nichts...also entließ sie mich mit dem Hinweis, dass ich nun zügig wieder alles allein einpacken dürfe...nett....

Der Flug war recht angenehm. Das Flugzeug, ein A330-900neo war gerade einmal ein Jahr alt und sehr modern. Bei einer 2-4-2 Bestuhlung hatten wir die rechten Fensterplätze. Wer uns schon länger verfolgt weiss, dass wir gern mit Delta fliegen. Alles sind extrem freundlich und bemüht. Man bekommt zügig Getränke und drei recht schmackhafte Mahlzeiten. Hier mal zwei davon:

 


Man darf dabei nicht vergessen, dass wir nur 640 EUR p.P. für die Flüge bezahlt haben. Hiier noch ein paar Eindrücke:



Ein weiteres Highlight sollte folgen. Wie schon gesagt, hatten wir jat bereits eine Verspätung von zwei Stunden. Dabei muss beim Piloten die Vorfreude auf den Feierabend so groß gewesen sein, dass er etwas hibbelig wurde. Er hat den ersten Landeversuch versemmelt. Erst sanken wir ganz langsam und normal, dann folgten drei schnelle Sinkversuche, die uns jedesmal die Luft genommen und uns aus den Sitzen gehoben hat. Schließlich bemerkte er, dass er fürs Aufsetzen wohl zu hoch war und startete durch. Schön ist anders. Also eine Ehrenrunde und zweiter Versucht...der klappte.

Bei der Immigration sperrte man die Nicht-US-Bürger in eine separate Schlange, die man erst abarbeitete, als alle Citizens abgefertigt waren. Also wieder eine Stunde dummes Herumstehen. 

Aber dann sollte unsere Stunde schlagen...Wir hatten einen Pick-Up als Mietwagen gebucht und bekamen:




Einen Jeep Gladiator. Wahnsinn das Teil. Hoch, breit und 4x4. Da glänzen die Aufen. Der wird uns hoffentlich über einige unbefestigt Straßen helfen. 

Nach einem kurzen Besuch bei Panda Express und 31 Stunden (ich fast ohne Schlaf) Anreise fielen wir komatös ins Bett.

Bis Morgen Ihr Lieben!

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