Dienstag, 2. September 2014

2. Etappe: Ein Königreich für eine Toilette



Wenn mich jemand nach unserem Interkontinentalflug DUS-ATL gefragt hätte, ob man für schlappe 505 EUR gut fliegen könnte, ich hätte glatt ja gesagt und Delta Airlines weiterempfohlen. Doch am Ende kam alles anders. Aber der Reihe nach…

Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Ich hatte eh kaum geschlafen, da ich ja bekanntermaßen unter Flugangst leide und Heiko die gesamte Nacht versucht hatte, den tropischen Regenwald zu fällen. Das Essen war eine Qual obwohl das Frühstück für 10 EUR sehr gut war. Aber die der Reflux und die Flugangst… Pünktlich um 7:00 Uhr wurden wir mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen gebracht. Kundenkommunikation und vorausschauendes Fahren waren nicht die Vorzüge unseres Chauffeurs. 

Am Flughafen angekommen hieß es Schalter suchen und Gepäck aufgeben. Ich hatte zwar bereits online eingecheckt, schneller ging’s dadurch aber auch nicht. Die üblichen Fragen:

  • „Haben Sie das Gepäck selbst gepackt?“
  • „Haben Sie von jemandem etwas erhalten?“ 
  •   „War Ihr Gepäck unbeaufsichtigt?“ 
  •  „Warum wollen Sie wohin und vor allem wie lange wollen Sie bleiben?

haben wir routiniert und vollkommen unauffällig beantwortet, so dass wir zum Sicherheitscheck durften. Der verlief ohne Probleme. Nicht mal meine doch recht üppige Fotoausrüstung hat das Interesse eines Beamten geweckt. Dafür ist Heiko beim Boarden durch die Gesichtskontrolle gefallen und hat noch eine Extrauntersuchung erhalten.

Im Flugzeug angekommen wunderten wir uns erfreut über Ledersitze, für die Holzklasse einen doch recht üppigen Sitzabstand und In-Seat-Entertainment. 
 


Die Flugfachbegleiter waren freundlich, umsichtig  und stets um unser Wohl bemüht. An Getränken mangelte es nicht und wir erhielten 3 (in Worten: DREI) Mahlzeiten. Da habe ich zum ersten Mal Mutterboden aus Kichererbsen probiert. Sieht komisch aus, ist vegetarisch und schmeckt nach Leberwurst…


Wie gesagt, war das ein echtes Service-Erlebnis für diesen Flugpreis. Aber man soll sich nie zu früh freuen…

Zur Einreise: Neu war mir, dass die grünen Visa-Formulare nicht mehr auszufüllen sind. ESTA macht’s möglich. Für die 17 Dollar Eintrittsgeld haben sich die USA nun elektronische Zoll-Beamten-Automaten geleistet. Eigentlich sollen die das Einzelinterview ersetzen, jedoch ist die Technik noch nicht so ausgereift. Also hieß es für uns dem netten Beamten nochmal ein paar Fragen persönlich beantworten. Zum Glück wussten wir ja warum wir wo hin wollten und vor allem wann es zurück geht.

Dann der Inlandsflug mit dem sich Delta wieder alles kaputt gemacht hat:

  • Verspätete Ankunft unserer Maschine (Die Bahn hätte es als“ Verspätung aus vorheriger Fahrt“ bezeichnet) 
  • Unwetter in Atlanta
  •  Gate-Wechsel 
  • Startabbruch mit Rückkehr zum Gate auf Grund einer technischen Störung aller drei Toiletten 
  • starke Turbulenzen
  • eine Landung, die ich getrost als meine bisher schlechteste deklarieren würde

Das Ergebnis: 1,5 Stunden Verspätung und wir haben die Schn…. voll.Wenigstens hat das mit dem Mietwagen und Hotel geklappt. Mehr morgen. Wir sind fertig...

1 Kommentar:

  1. Schön, dass Ihr heil angekommen seid, auch wenn Dein Wohlbefinden auf eine sehr harte Probe gestellt worden ist. Du hattest doch nicht etwa etwas mit den gestörten Toiletten zu tun? Nach allem, was Ihr verspeist habt.. Habe ich das richtig verstanden: Flammkuchen mit Currywurst? Und dann noch dieses andere Zeug.. Da kannst Du auch mit in die Ökoase kommen.

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