Samstag, 12. Juli 2025

23.06.2025 – Itze giehts ehamm (deutsch: Jetzt geht es nach Hause)

Der Wecker klingelt 2:30 Uhr. Das Leben in Las Vegas tobt natürlich noch immer. Wir machen uns frisch, schnappen unsere Sachen und begeben uns auf dem Weg zum Auto. Genau 20 Minuten benötigen wir für den Weg. Ein letztes Mal das Tetris-Spiel mit dem Gepäck und los geht’s Richtung Flughafen. Also eigentlich nicht ganz…Las Vegas hat eine Besonderheit: das Car-Rental-Center liegt vier Meilen südlich des Flughafens.

Unkompliziert, wie immer, läuft die Abgabe des Mietwagens:

- Auto in der Reihe abstellen

     - Schlüssel im Auto lassen

     - Gepäck auslanden

     - Kühlbox wegwerfen

     - Sich beim treuen Begleiter bedanken und verabschieden

Kurze Zeit später habe ich schon die Bestätigung per E-Mail. Wir sind tatsächlich ganze 3.041 Meilen (also 4.894 Kilometer) gefahren. Das ist stattlich. Ein wenig merke ich es auch, dass es mir erstmal reicht.

Danach läuft wieder alles wie am Schnürchen: Check-in, Sicherheitskontrolle, Boarding. Genau pünktlich heben wir in Richtung New York ab. 

 Während des Fluges freundet sich Karin mit einem Österreicher an, der zwischen uns sitzt. Er lebt seit 40 Jahren in den USA. Lustig ist, dass er uns anfangs zwar versteht, jedoch nicht antworten kann. Mit zunehmender Flugdauer erinnert er sich immer mehr an seine Muttersprache, so dass wir uns gut unterhalten können.

Nach zwei Warteschleifen landen wir pünktlich auf dem Flughafen JFK in New York. Nun haben wir noch knapp vier Stunden Wartezeit, die wir uns mit Donuts und Kaffee vertreiben. Ein ziemlich alter Flieger (21 Jahre) wartet schon auf uns:

Auch jetzt läuft alles nach Plan und wir kommen pünktlich auf unsere Plätze im Vogel. 

 

Der Flug verläuft ruhig. Schlafen kann ich maximal eine Stunde, trotz medikamentöser Unterstützung. Karin geht’s ähnlich. Allerdings stecken die Eltern den Schlafmangel und die Zeitverschiebung deutlich besser weg als ich. Sind halt Maschinen!

Es folgt eine überpünktliche Landung und eine Zugfahrt nach Leipzig, die das Ende unseres Abenteuers bedeutet. Es war anstrengend, hat aber Spaß gemacht. Ich hoffe, dass sich unsere Eltern auch wohl gefühlt haben und die Einrücke in guter Erinnerung behalten werden… Das Fotobuch ist schon in Arbeit. 


Montag, 23. Juni 2025

22.06.2025 - Erschlagen von den Eindrücken einer Stadt

Nun geht sie also zu Ende, unsere erste Familienreise. Während ich diesen Post verfasse, sitzen wir im Flug DL510 von Las Vegas nach New York City (JFK). Dank mordernster Technik ist zügiges Internet auch über den Wolken verfügbar… Nun aber zum Bericht:

******* Die Bilder der heutigen Ausgabe wurden freundlicherweise von Karin zur Verfügung gestellt******** 

 

Nach einer eher unbequemen Nacht in Williams machten wir uns entlang der „Route 66“ über Seligman auf den Weg nach Las Vegas in Nevada. Auf der Strecke gibt es einiges zu sehen:








Heiko hatte sich bei der Planung einen Besuch in einer typischen Geisterstadt gewünscht. Also stoppten wir zuerst in Chloride, ein ehemaliges Silberbergbaulager. Goldsucher fanden in den 1840er Jahren erstmals Mineralressourcen in der Gegend, darunter Silber, Gold, Blei und Zink. Chloride wurde um 1863 gegründet. Die Stadt wuchs schließlich auf einen Höchststand von etwa 5.000 Einwohnern an. 1917 war die Bevölkerung auf 2.000 gesunken, 1944 war es fast eine Geisterstadt. Heute leben genau 229 Menschen in Chloride. Bei einem Toilettenbesuch im General Store haben wir uns ins goldene Buch der Stadt eingetragen.








Weiter ging die wilde Fahrt nach Nelson in Nevada. Die Stadt war der Ort des ersten großen Goldrausches in Nevada. Der Ansturm auf den Canyon begann 1861, mehrere Bergbaulager wurden im Canyon eingerichtet und ein Dampfer landete an der Mündung des Canyons auf dem Colorado River, genannt Colorado City. In seiner Blütezeit hat sich das Gebiet den Ruf gemacht, rau und gesetzlos zu sein. Die Minen im Canyon waren von etwa 1858 bis 1945 aktiv. Heute soll es sich eigentlich um eine Geisterstadt handeln. Der Ort entpuppte sich jedoch als wildes Sammelsurium an Schrott, Skurrilitäten und alten Gebäuden. Derzeit leben 22 Menschen in Nelson.


















Nachdem wir die gesamte Reise über in Hotels/Motels der Wyndham-Gruppe übernachtet hatten, konnte ich uns zwei rabattierte Zimmer im Planet Hollywood Resort & Casino direkt am berühmten Las Vegas Strip buchen. So konnten Karin und Gert das wilde Las Vegas hautnah erleben:

 










 


Leider konnten wir das wilde Nachtleben von Sin City nicht ausschweifend genießen, da der Wecker bereits 02:30 Uhr klingelte. Der frühe Vogel eben… Gute Nacht!