Der Tag startete für Christoph früh. Nachdem er gestern den Sonnenuntergang fotografiert hat, sollte es heute der Sonnenaufgang sein. Also klingelte der Wecker um 4:30 Uhr. Ich bin liegen geblieben. Man muss nicht jeden Trend mitmachen…
Allerdings hatte das den Vorteil, dass wir pünktlich um 6:30 Uhr beim Frühstück waren und schon eine Stunde später unsere Reise nach Sedona antreten konnten. Ganze zweieinhalb Stunden sollte das dauern. Hier hatten wir uns einige Wanderungen vorgenommen. Die erste sollte zum Cathedral Rock führen. Also ab in den Shuttle-Bus.
Wie immer gut vorbereitet mit einem GPS-Track und Informationen auf dem WWW zogen wir los.
Doch dann nahm das Unheil seinen Lauf: Der Hike sei moderat, sagten sie…er sei für Kinder geeignet…sagten sie…nur ein wenig klettern…sagten sie…dafür wäre der Spaß auf dem Rückweg umso größer, wenn man auf dem Hosenboden wieder herunterrutschen kann…sagten sie… Ich sag mal: Am Arsch! Innerhalb einer Strecke von 600 Metern hatten wir einen Höhenunterschied von 130 Metern zu bewältigen. Soweit so gut. Aber dann kam die Stelle, an der man den Kindern ein wenig beim Aufstieg helfen sollte:
Es hatte etwas von Freeclimbing bei Bullenhitze ohne Sicherung. Wir haben nach einem kurzen Versuch die Aktion aus Vernunftgründen abgebrochen und uns für den Teilerfolg auf dem Rückweg selbst gefeiert…Nun gut: Haken dran, Krone richten und weiter geht’s.
Nun sollte es der Soldier Pass werden. Diesen erreicht man ebenso über ein Shuttle. Als wir auf dem Parkplatz ankamen, war der Bus uns gerade vor der Nase weggefahren. Der nächste sollte erst in 45 Minuten fahren. Das war also wieder nichts. Es lief einfach.
Dann also der dritte Versuch, der Birthing Cave. Mittlerweile hatten wir 34 Grad und auch ein wenig die Schnauze voll. Wieder mit GPS-Track im Gepäck ging es auf die Reise. Auch hier sollten wir Kletterfähigkeiten benötigen, die so nicht beschrieben waren. Diesmal ging es jedoch gut und wir konnten nach zwei Kilometern Strecke bei einem Höhenanstieg von 104 Metern die Aussicht genießen:
Da wir heute aber offensichtlich irgendwie Sch… am Wanderschuh hatten, spielte auf dem Rückweg das Navi verrückt und lotste uns quer durch das Dickicht. Aber wir wollen ja nicht klagen. Wir hatten das Ziel erreicht und anschließend auch das Auto wieder gefunden.
Die Frage war jetzt, wie machen wir weiter. Und da uns heute fast nichts gelungen ist dachten wir, einer geht noch. Es sollte der Secret Slick Rock Trail werden: kurz, fast keinen Höhenunterschied und mit fotogenen Pot-Holes, in denen sich auf Grund des darinstehenden Wassers, die umliegenden Berge spiegeln. Ein Traum jedes Fotografen. Und was soll ich sagen? Auch das ging in die Hose. Ja, der Trail war recht kurz und auch deutlich angenehmer zu gehen. Aber die Wasserstellen waren ausgetrocknet, so dass wir uns auf einem normalen, unspektakulären Felsplateau wiedergefunden haben. Wenigstens war aber die Aussicht schön:Dan reichte es uns und wir machten und auf den Weg nach Flagstaff. Dort angekommen bezogen wir unser Zimmer und ließen diesen erfolgreichen Tag bei Panda Express ausklingen.















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